Familienforschung Hessen GFKW
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Erfassung von Trauungen für die Trauregister aus Kurhessen und Waldeck

Die hier zusammengestellten Anmerkungen sind verbindlich und sind für die Einheitlichkeit der Erfassung der Trauungen sehr wichtig. Da zahlreiche Autoren zusammen am Projekt arbeiten, lassen sich die Einträge nur so später zu gemeinsamen Bänden zur Veröffentlichung zusammenfassen. Dafür bitten wir um Beachtung und um Ihr Verständnis.

Die Trauungen werden in Bänden zusammengefasst, die jeweils die Trauungen aller Orte eines ehemaligen kurhessischen Amtes für den Beginn der Aufzeichnungen bis 1830 wiedergeben. Liegen so viele Trauungen vor, dass diese nicht praktikabel in einem Buch zu drucken sind, werden die Trauungen auf mehrere Bücher (Teilbände) aufgeteilt. Eine Publikation erfolgt erst dann, wenn ein druckbares Buch zusammengestellt werden kann.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass die von Ihnen erfassten Trauungen möglicherweise erst in einigen Monaten oder Jahren nach Bearbeitung gedruckt werden können, wenn alle Trauungen zum betreffenden Band bearbeitet worden sind.

Die Quellen für die Trauungen sind nicht auf die Kirchenbücher beschränkt. Es kommen ebenso Eheprotokolle, Zivilstandsregister oder für bei verlorenen Primärquellen auch Publikationen in Frage.

Alle Autoren erhalten vom gedruckten (Teil-)Band, zu dem sie Trauungen erfasst und beigetragen haben, ein Freiexemplar, und werden als Bearbeiter auf dem Titel des Buches genannt.

Vor der Erfassung geben Sie uns bitte die Quelle an, aus der Sie erfassen möchten. Wir koordinieren die Erfassung zentral und vermeiden so Doppelarbeit. Denken Sie bitte daran, dass Sie für den Zugang zur Quelle selbst verantwortlich sind, also ggf. zur Erfassung eine Genehmigung der Stelle einholen müssen, der die Quelle gehört oder wo sie verwahrt wird (z.B. Kirchengemeinde, Archiv). Sollte in der Folge ein Beleg-/Referenzexemplar des Buches bei dieser Stelle abzuliefern sein, so teilen Sie uns das bitte unter Angabe der Anschrift mit, und wir werden nach Drucklegung auf unsere Kosten die Stelle mit einem Belegexemplar beliefern.

Sollten Sie Kenntnis von weiteren Quellen mit Trauungsangaben zu dem von Ihnen bearbeiteten Ort oder Gebiet haben, zu denen Sie keinen Zugang haben, teilen Sie uns das bitte mit und wir werden versuchen, den Zugang zu dieser Quelle zu ermöglichen.

Für alle Kontakte und/oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an die E-Mail-Adresse herausgeber@gfkw.de

Datenformat

Die Trauungen sollten in der Tabellenkalkulation Microsoft Excel erfasst werden. Wenn ein anderes Tabellenkalkulationsprogramm verwendet wird, dann sind die Dateien im CSV-Format abzuspeichern.

Vorlagen finden Sie hier zum Download.

Wir sind dabei gern bei allen technischen Fragen behilflich.

Hinweise zur Erfassung

Pro Trauung ein Datensatz

Für jede in der Quelle verzeichnete Trauung bitte einen Datensatz (Excel: eine Zeile) anlegen.

Niemals auf zwei Datensätze aufteilen. Wenn in einem Feld der Platz für die Erfassung nicht ausreichen sollte, die Daten bitte im Feld „Bemerkungen“ fortsetzen.

Sollte ein Eintrag in der Quelle doppelt verzeichnet sein, bitte auch doppelt erfassen, und in den „Anmerkungen“ vermerken.

Daten aus der Quelle von eigenen Anmerkungen/Editionen unterscheiden

Bei der Übertragung der Trauungen sollen die Angaben möglichst quellengetreu, also so, wie in der Quelle angegeben, erfasst werden. Ausnahmen bilden das Traudatum (Anpassung an die Datenbank, siehe unten), der Leitname (s. u.) sowie Ortsangaben (s. u.).

Alles, was nicht in der Quelle vorkommt, sondern von Ihnen bei der Erfassung ergänzt wird, soll in eckige Klammern gesetzt werden. Das gilt auch für Fragezeichen [?], die Sie bitte hinter Worte setzen, die Sie nicht mit Sicherheit entziffern konnten, oder drei Punkte […], die Sie immer dann verwenden, wenn Teile der Quelle nicht lesbar waren. In eckigen Klammern können so auch alternative Lesarten gesetzt werden.

Beispiele: EhemannHerkunft:

  • Immenhausen [?] wenn Sie nicht sicher waren, Immenhausen zu lesen
  • Immen[…] wenn Sie nur den Wortanfang lesen konnten
  • Immenhausen [oder Immenhagen?] wenn sie Immenhausen gelesen haben, es aber auch Immenhagen lauten könnte.
  • Fragezeichen nur bei Unsicherheit der Lesung!
  • Drei Punkte nur bei unlesbarer Information!

Nur Daten eintragen, die wirklich in die vorgesehenen Felder hineingehören

In die unten im Einzelnen erläuterten Felder sollen immer nur die Daten eingetragen werden, die dafür vorgesehen sind. Steht z.B. in der Quelle „Vater der Braut war Johannes Gleim, ein alter Schuster aus Wolfhagen“, dann bedeutet das:

  • Feld EhefrauVater: Johannes Gleim, Schuster aus Wolfhagen

– aber steht in der Quelle „Bräutigam war Johannes Gleim, ein junger Schuster aus Wolfhagen“, dann bedeutet das:

  • Feld EhemannNachname: Gleim
  • Feld EhemannVornamen: Johannes
  • Feld EhemannBeruf: Schuster
  • Feld EhemannHerkunft: Wolfhagen

Alles, was die Quelle sonst noch an Informationen bietet, bitte in das Feld „Bemerkungen“ eintragen. Selbst hinzugefügte Informationen, also jene Informationen, die von Ihnen als Autor stammen, ins Feld „Anmerkungen“ eintragen.

Fehlt eine Angabe, ist das betreffende Feld leer zu lassen, kein Fragezeichen eintragen!

Verwendung von Abkürzungen

Abkürzungen, die in der Quelle vorkommen, als Abkürzung unverändert erfassen. In der Erfassung nie Abkürzungen verwenden, wenn sie nicht in der Quelle schon als Abkürzung vorkommen!

Zeichensetzung

Bitte bei der Übertragung die aktuellen Regeln der Zeichensetzung beachten. Nach einem Punkt in einem Satz oder am Ende eines Satzes folgt eine Leerstelle. Ebenso nach einem Komma (Ausnahme: Punkte in einem Datum).

Die Datenfelder im Einzelnen

„ID“

Bitte eine fortlaufende Nummer für die Datensätze (bei Excel: Zeilen) vergeben. Die Nummer erscheint später nicht im Druck, ist aber unverzichtbar für Nachfragen bei der Drucklegung durch uns; sie erleichtert das Auffinden einer bestimmten Trauung erheblich und ist einziges zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal bei doppelten Eintragungen.

„TraudatumJahr“, „TraudatumMonat“ und „TraudatumTag“

Die Traudaten bitte auf die drei Felder aufteilen. Die Aufteilung auf Jahr, Monat und Tag ermöglicht es, beim Fehlen einzelner Informationen trotzdem Angaben machen zu können, was bei einem Feld mit Formatierung Datum nicht möglich wäre.

Angaben von Daten in der Form von Feiertagen, z.B. „Ostersonntag“ oder „1. Advent“ bitte in Datum umsetzen. Hilfsmittel dazu können z.B. Kalender im Internet sein.

„EhemannLeitname“

(fakultativ – nicht zwingend notwendig)

Da in vielen Quellen die Familiennamen in Schreibweisenvarianten auftreten, kann hier von Ihnen als Bearbeiter ein „Leitname“ oder „Standardname“ für den Ehemann vergeben werden. Treten z.B. Trauungen mit den Namen „Schacke“, „Schaake“, „Schage“, „Tschage“ in einer Quelle auf, doch es handelt sich um nur eine Familie, und der überwiegende oder bis heute erhaltene Name der Familie lautet „Schage“, dann können Sie ins Feld Leitname „Schage“ eintragen. Im Feld EhemannNachname ist die in der Quelle verzeichnete Schreibweise einzutragen.

„EhemannNachname“

Der Nachname des Ehemannes in der Schreibweise wie in der Quelle. Adelsprädikate bitte mit eintragen. Namenszusätze gehören hier nicht hinein. Beispiel: „der Mstr. Schlegel“ in der Quelle, dann EhemannNachname: Schlegel – „Mstr.“ gehört ins Feld „EhemannBeruf“.

„EhemannVornamen“

Die Vornamen des Ehemannes, wie in der Quelle angegeben. Bitte keine Vereinheitlichungen, Abkürzungen oder Umstellungen der Reihenfolge vornehmen.

„EhemannBeruf“

Der Beruf des Ehemannes, wie in der Quelle angegeben, ggf. mit Zusätzen, ohne Orts- bzw. Herkunftsangaben! Beispiel: „ein dimittierter Soldat aus dem Donopschen Regimente aus Fulda bürtig“ wird im Feld EhemannBeruf: dimittierter Soldat aus dem Donopschen Regiment oder nur EhemannBeruf: dimittierter Soldat (wenn Sie bei der Erfassung Zeit sparen wollen).

„EhemannHerkunft“

Die Orts- oder Landesangabe der Herkunft des Ehemannes. Im eben genannten Beispiel:

  • Feld EhemannHerkunft: Fulda

Ist der Ort oder das Land eindeutig zu bestimmen, kann eine Standardisierung/Edition vorgenommen und die heutige Bezeichnung erfasst werden. Beispiel: „aus Hirschfeldt“ wird zu:

  • EhemannHerkunft: Hersfeld

Im Zweifelsfall immer die Originalschreibweise der Quelle verwenden oder die Edition in eckige Klammern dahinter setzen:

  • EhemannHerkunft: Hirschfeldt [Hersfeld]

Mehrteilige Angaben auch immer komplett erfassen. Beispiel: „aus Münster im Westfälischen“ wird zu

  • EhemannHerkunft: Münster, Westfalen

Dabei können Amts-, Landes- oder andere Terretorialangaben vollständig übernommen werden.

„EhemannVater“

Alle in der Quelle angegebenen Informationen zum Vater des Ehemannes in derSchreibweise der Quelle.

„EhemannMutter“

Ebenso zur Mutter des Ehemannes.

Zur Ehefrau existieren gleichartige Felder, die genau wie jene zum Ehemann zu behandeln sind. Ausnahme: Es gibt kein Feld „EhefrauBeruf“, weil diese Angabe äußerst selten ist. Sollte sie in der Quelle vorkommen, ist dies in den Anmerkungen zu erfassen.

„Bemerkungen“

(beliebig viel Platz)

Hier werden Bemerkungen eingetragen, die in der Quelle vorhanden sind, z.B. Randbemerkungen in einem Kirchenbuch. Auch Informationen, die aufgrund ihres Umfangs nicht in die vorherigen Felder passen, können hier eingetragen werden. Die Erfassung bitte quellentreu vornehmen! Hier keine Anmerkungen des Erfassers/Bearbeiters eintragen!

„Anmerkungen“

(beliebig viel Platz)

Hier werden alle Anmerkungen eingetragen, die Sie als Erfasser/Bearbeiter hinzufügen möchten. Z.B. „Traudatum 12. Oktober gestrichen und durch 13. Oktober ersetzt“, oder „Anmerkung über Nordamerika-Auswanderung von anderer Hand“, oder „Beim Ehemann Sterbedatum 12. März 1880 nachgetragen“ oder …

Sollte Sie sich bei der Beachtung dieser Hinweise für die Erfassung unsicher sein, stehen wir jederzeit hilfreich zur Verfügung! Eine Musterdatenbank mit ein paar fertig erfassten Datensätzen senden wir gern zu.

Erfassen Sie aus Ihrer Quelle ruhig probehalber 10-20 Trauungen, und wir sehen uns die Erfassung gern an, bevor Sie weitermachen.

Mitmachen

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